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Schlusswort

Daniela Hinze - Ausschuss IV (Nachhaltigkeit)
Mitglied des Jugendparlaments-Präsidiums

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Jugendparlaments für Europa!

Wenn ich in die Runde schaue, sehe ich müde und immer noch interessierte Gesichter. Es waren drei straff und gut durchorganisierte Tage, diskussionsfreudige und hitzige Stunden in den Ausschüssen und in den Plenardebatten, und lustige sowie unterhaltsame Abende nach den Sitzungen. Alles in allem kann man sagen, es war durchaus gelungen.

Ein Dank geht deshalb an die, die uns in welcher Art auch immer unterstützt haben: dem Centrum für angewandte Politikforschung an der Universität München, der Bundeszentrale für politische Bildung sowie dem Deutschen Bundestag und der Europäischen Kommission. Ein ganz besonderes Dankeschön geht an Frank Burgdörfer, dem Mann für alles, ein Dankeschön an Barbara Tham und allen Teamerinnen und Teamer der Ausschüsse für die Vorbereitungen. Und nicht zu vergessen: vielen Dank an das Presseteam, welches die gesamte Veranstaltung dokumentiert hat. Laßt mich noch einmal zurückkommen auf unser Jugendparlament: nach Meinung vieler, interessieren sich Jugendliche heute nicht mehr so stark für Politik durch andere Sorgen und Probleme oder weil man denkt, was geht es mich an?

Aber daß Jugendliche, und das aus ganz Europa, doch etwas übrig haben für Politik und sie auch erleben wollen, daß konnte und kann man hier sehen. Und sei es nur ein kleiner Teil - aber dieser wiederum kann andere dazu animieren, zu bestimmten Themen Stellung zu nehmen und ihnen auch zu zeigen, daß man durchaus keine Scheu haben muß, etwas zu sagen.

Und Scheu hatten wir auf keinen Fall. Wirklich alle haben ihre Meinung geäußert, diskutiert und auch Kompromisse geschlossen, wie es sich halt in einer Demokratie gehört. Hier in diesem Plenarsaal haben wir Parlamentarismus erlebt, mußten Regeln einhalten, auch wenn sie uns ab und zugegen den Strich gegangen sind.

Wir haben gut gearbeitet, intensiv gearbeitet und ich denke, wir können uns für die Arbeit gegenseitig auf die Schultern klopfen. DENN - es ist ein Produkt entstanden, zu welchem alle etwas beigetragen haben... Das schließt nicht aus, daß nicht einzelne Themen noch rege diskutiert werden sollen - nein, sie müssen sogar immer einer Diskussion unterzogen werden, um Teilaspekte immer wieder zu prüfen. Doch letztendlich muß ein Kompromiß entstehen, mit welchem jeder mehr oder weniger zufrieden ist. Denn wann sind schon alle einer Meinung? Auch das gehört zu Demokratie.

Und noch etwas, bevor ich schließe.... Nehmt die Ergebnisse bitte... bitte mit nach draußen. Vergrabt sie nicht irgendwo in einer Schublade. Fahrt nicht nach Hause mit dem Gedanken... schöne drei Tage, die sehe und höre ich sowieso nicht wieder. Sondern diskutiert mit Freunden, Schulkollegen und Kommilitonen und Kommilitoninnen und weiterhin mit Teilnehmern Eurer Ausschüsse. Vielleicht gründen die einzelnen Gruppen ja Internetforen, schreibt es in Eure Schüler- oder Uni-Zeitungen, schickt es an Vereine, die sich mit den speziellen Themen der Ausschüsse beschäftigen oder auch Abgeordnete, die in den einzelnen Bereichen arbeiten. Aber nicht drei Tage Arbeit versiegen lassen. Damit erreichen wir gar nicht.

Wir können uns zu Themen vorbereiten und dazu diskutieren, wir haben gesehen, daß wir Forderungen ausformulieren können. Wir sitzen auch nicht still in der Ecke rum und denken in unseren grauen Stübchen allein nach. Nein - uns wurde hier etwas geboten: Meinungsaustausch und das mit jungen Erwachsenen aus einigen Ländern Europas, Diskussionen mit Abgeordneten oder Fraktionsmitarbeitern, und die Möglichkeit, Resolutionen auszuarbeiten. Das ist doch ein Boden, der für meine Begriffe durchaus fruchtbar für weiterführende Sachen ist. Jetzt heißt es nur noch Motivation aufzubringen, aber bei so viel Elan und Begeisterungsfähigkeit in den letzten Tagen, glaube ich, sollte es kein Problem sein.

Herzlichen Dank an Euch für die Meinungen und die Kritiken! Denkt dran: Jugend ist Zukunft, ein Europa ist Zukunft, und jeder für sich hat ein kleinen Teil der Zukunft mitzuverantworten und mitzutragen...

Vielen Dank!